Wissenschaftliche Arbeitsstelle

Wissenschaftliche Arbeitsstelle Ev. Schule

Wissenschaftliche Arbeitsstelle Ev. Schule

Die WAES wurde 2003 gegründet als eine Einrichtung der EKD und der Barbara-Schadeberg-Stiftung am Comenius-Institut in Münster (evangelischen Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft).

Angesichts der wachsenden Bedeutung freier Schulen im Allgemeinen und evangelischer Schulen im Besonderen dient sie der Unterstützung und Stärkung evangelischer Schulen durch gezielte Verknüpfung von Schulpraxis und Theorie in Forschung und Lehre, Ausbildung und Fortbildung.

Die Arbeitsstelle wurde geleitet von

Frau OKR’ i.R. Dr. Uta Hallwirth,
Kirchenamt der EKD

Seit 2018 hat Frau Dr. Sylvia Losansky die Leitung inne.

Die WAES fördert evangelische Schulen durch Kooperationsvorhaben und eigene Projekte im Kontext von Wissenschaft und Schulpraxis.

Dabei arbeitet sie mit den verschiedenen Einrichtungen und Gremien des evangelischen Schulwesens ebenso zusammen wie mit anderen Bildungseinrichtungen, Verbänden und Netzwerken. Zu ihren Schwerpunkten gehören

  • die Konzeptentwicklung/-beratung im Blick auf pädagogische Schulentwicklung und Fortbildung;
  • die Qualitätssicherung und -entwicklung im Blick auf Profilbildung, pädagogische Schulentwicklung und Fortbildung;
  • die Konzeption und Durchführung exemplarischer Projekte und Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Profils evangelischer Schulen und zur pädagogischen Innovation;
  • Fragen der Evaluation und Forschung;
  • der Aufbau eines Informationspools zum evangelischen Schulwesen, auch im Dienste der Öffentlichkeitsarbeit;
  • die Unterstützung von Kooperationsformen und -modellen, insbesondere in der Fortbildung;
  • eigene Veröffentlichungen.

Die Arbeit der WAES wird regelmäßig dokumentiert und durch einen Beirat begleitet, der zweimal im Jahr zusammentritt. Die WAES informiert im Internetportal Evangelische Schule unter www.evangelische-schulen-in-deutschland.de.

Dr. Sylvia Losansky

Tätigkeitsbericht der Wissenschaftlichen Arbeitsstelle Evangelischer Schulen

Dr. Sylvia Losansky

Seit der Wiederbesetzung der Wissenschaftlichen Arbeitsstelle Evangelische Schule im März 2018 liegt die thematische Schwerpunktsetzung auf der Frage der Pluralitätsfähigkeit evangelischer Schulen. Aufgaben und Arbeitsbereiche gliedern sich in: 1. Durchführung wissenschaftlicher Forschungsprojekte zum Thema sowie Forschungsunterstützung und Schaffung von Forschungsgrundlagen; 2. Auswertung der Statistik Evangelische Schulen (SES), 3. Begleitung und Beratung von Schulentwicklungs- und Leitbildprozessen; 4. Unterstützung der Fort- und Weiterbildung; 5. Kooperation und Vernetzung mit Organisationen des Evangelischen Schulwesens, mit Hochschulen und Bildungsverantwortlichen; 6. Öffentlichkeitsarbeit sowie 7. Publikationstätigkeit.

Kontinuierliche Gremien der WAES bilden zum einen das einmal jährlich stattfindende Wissenschaftliche Kolloquium Evangelische Schule sowie zum anderen der zweimal jährlich stattfindende Runde Tisch für Fortbildung:2020 geplant.

In den Jahren 2018 und 2019 wurde die Statistik von der WAES vielfach in verschiedenen Gremien des evangelischen Schulwesens präsentiert, wobei auch für die Mitwirkung an der Statistik geworben wurde.

Das Wissenschaftliche Kolloquium Evangelische Schule dient vor allem der Nachwuchsförderung und eröffnet Doktorand/innen sowie Habilitand/innen die Möglichkeit, ihre (laufenden) Arbeiten im Bereich evangelisches Schulwesen zur Diskussion zu stellen. Darüber hinaus fördert es die wissenschaftliche Vernetzung und bietet eine Austauschplattform und ein Forum zur Identifikation von Forschungsdesideraten.

Im Rahmen des 15. Wissenschaftlichen Kolloquiums im November 2018 zeigte sich ein weites Spektrum an Fragestellungen, das sich in drei Bereichen zusammenfassen lässt: 1. Orientierungen von Schulpersonal evangelischer Schulen, 2. Aspekte elterlicher Schulwahl sowie 3. Evangelische Schulen und Raum. 

Das 16. Wissenschaftliche Kolloquium im November 2019 legte einen Schwerpunkt auf die konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht. Ein weiteres Thema bildete der Beitrag evangelischer Schulen zur Bildungsgerechtigkeit im internationalen Kontext. 

Der Blick auf die derzeit entstehenden Forschungsarbeiten zeigt insgesamt einen deutlichen Schwerpunkt im empirischen Bereich. Damit einhergehend ist die Mehrheit der Arbeiten im erziehungswissenschaftlichen Bereich angesiedelt.
Der Runde Tisch für Fortbildung der WAES bietet Fortbildungsverantwortlichen aus den evangelischen Schulstiftungen und Schulwerken sowie den Landeskirchen ein Forum für den regelmäßigen allgemeinen und themenbezogenen Austausch. Ziel des Runden Tisches ist es, den Fortbildungsträgern die Möglichkeit zu geben, sich gegenseitig mit ihren Konzepten und Angeboten wahrzunehmen, sich gegebenenfalls abzustimmen und gemeinsame Fortbildungsformate zu entwickeln. Auf diese Weise sollen Synergieeffekte genutzt werden. An den Treffen des Runden Tisches nehmen traditionell regelmäßig auch die Geschäftsführung sowie die zuständige Studienleitung für den Bereich Schule und Ausbildung der Bundesakademie Kirche und Diakonie (BAKD) teil. 

Bei den Sitzungen des Runden Tisches im November 2018 und Juli 2019 ging es schwerpunktmäßig um „Bildung in einer digitalisierten Welt als Herausforderung für das evangelische Schulwesen“. Für die nächste Sitzung des Runden Tisches ist das Thema „Demokratiebildung an evangelischen Schulen“ geplant.

Stark geprägt wurde die Arbeit der WAES in den Jahren 2018/2019 durch die Fortsetzung der Statistik Evangelische Schulen (SES). Die SES wurde von der EKD zusammen mit den Gremien des evangelischen Schulwesens und unter Mitarbeit der WAES das erste Mal im Jahr 2012 zunächst in Form einer Basiserhebung durchgeführt. Dabei wurden Aussagen über die Anzahl evangelischer Schulen, die vertretenen Schularten und Fachbereiche sowie Angaben über die Träger gewonnen. Daran hatte sich in den Jahren 2013/14 die erste Haupterhebung angeschlossen, die unter anderem Aussagen zum Grad der Öffentlichkeit, zu der Schulorganisation, dem Betreuungsangebot, den Profilmerkmalen, dem Schulerfolg sowie der Finanzierung evangelischer Schulen erlaubte. Von Oktober 2018 bis Januar 2019 wurde nun die zweite Haupterhebung durchgeführt, die von der WAES derzeit ausgewertet wird. Die Publikation der Ergebnisse ist für Ende 2020 geplant.

In den Jahren 2018 und 2019 wurde die Statistik von der WAES vielfach in verschiedenen Gremien des evangelischen Schulwesens präsentiert, wobei auch für die Mitwirkung an der Statistik geworben wurde.

Der inhaltliche Schwerpunkt der WAES im Bereich Pluralitätsfähigkeit evangelischer Schulen liegt aktuell auf Fragen der Demokratie- und Menschenrechtsbildung sowie der Eltern(mit)arbeit an evangelischen Schulen. Darüber hinaus liegt ein Fokus auf den Herausforderungen evangelischer Bildung in einer digitalisierten Welt.

Zu diesen Themenstellungen war die WAES im Jahr 2019 als Kooperationspartner an insgesamt vier wissenschaftlichen Tagungen beteiligt:

  • Fachtag „Aktiv, jung und digital? An evangelischen Schulen (nicht nur virtuelle) Welten entdecken“ des Arbeitskreises Evangelische Schule in Deutschland (AKES), in Kooperation mit der WAES am 18. Februar 2019 in Hannover. Bei diesem Fachtag hatte die WAES die Verantwortung für die Programmplanung, Organisation und Referenteneinwerbung inne;
  • 36. Münstersches Gespräch zur Pädagogik „Erziehung – Werte – Haltungen. Schule als Lernort für eine demokratische Gesellschaft“ des Bischöflichen Generalvikariats Münster, in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildung Essen-Werden, dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung sowie der WAES am 8./9. April 2019 in Münster. Hier übernahm die WAES einen Arbeitskreis zum Thema „Eltern(mit)arbeit an evangelischen Schulen. Von der Schulgründung bis zur Glaubensbildung“. Zudem war sie an der Programmplanung und Referentengewinnung beteiligt;
  • Tagung „Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen im Kontext Schule“ am 3./4. Oktober 2019 in Nürnberg aus Anlass des 30-jährigen Jahrestages der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention. Die Tagung wurde gemeinsam veranstaltet mit dem Center for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) und der Kompetenzstelle für Schulentwicklung und Evaluation (KSE), beide an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sowie dem Regionalbüro Nürnberg des Deutschen Schulpreises, der Deutschen Schulakademie in Kooperation mit dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg. Bei dieser Tagung übernahm die WAES die Verantwortung für das Panel „Kinderrechte an konfessionellen Schulen“ inklusive Einladung evangelischer Schulen und Übernahme eines Panelvortrags zum Thema.
  • Barbara-Schadeberg-Vorlesungen zum Thema „Pluralitätsfähigkeit – Umgang mit Vielfalt“ am 24./25. Oktober 2019 in Münster sowie gleichnamiger Schul-Wettbewerb der Barbara-Schadeberg-Stiftung. Die WAES wirkte mit in der Jury des Schulpreises und bei der Auswertung der eingereichten Projekte sowie durch einen Vortrag mit dem Titel „BSS-Preis 2019 – Anregungen aus der Praxis evangelischer Schulen“.

Die Begleitung und Beratung von Schulentwicklungs- und Leitbildprozessen durch die WAES geschieht vorrangig durch teils mehrtägige Schulhospitationen und damit verbundenen Gesprächen mit den Schulleitungen, Lehrer/innen und Schüler/innen sowie durch die aktive Mitwirkung in Beiräten.

Daneben ist eine enge Vernetzung der WAES mit den Organisationen des Evangelischen Schulwesens und Bildungsverantwortlichen gegeben:
Neben den eigenen regelmäßigen Veranstaltungen der WAES (Wissenschaftliches Kolloquium Evangelische Schule und Runder Tisch für Fortbildung) besteht eine Mitgliedschaft der WAES im Arbeitskreis Evangelische Schulen (AKES) und eine beratende Mitgliedschaft in dessen Geschäftsführendem Ausschuss sowie eine Mitgliedschaft im Beirat der Statistik Evangelische Schulen und ein Beraterstatus im Vergabeausschuss der Evangelischen Schulstiftung in der EKD. Ferner nimmt die WAES regelmäßig an den vierteljährlichen Konferenzen der Wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Comenius-Instituts teil. Enge Kontakte bestehen zudem zur Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulbünde (AGES) sowie zum Netzwerk GPENreformation (Global Pedagogical Network – Joining in Reformation).

In den Jahren 2018/2019 wurde der Internetauftritt der WAES (Website http://evangelische-schulen-in-deutschland.de) komplett überarbeitet und aktualisiert sowie einem Relaunch unterzogen. In diesem Zuge erfolgte ein Umzug auf die Website der EKD.

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